In Venezuela haben zwei sehr starke Erdbeben am 24. Juni 2026 große Zerstörung angerichtet; die Regierung spricht von über 3.340 Toten, internationale Helfer suchen weiter nach Überlebenden.

Am 24. Juni 2026 haben zwei Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 Venezuela erschüttert, vor allem im Norden im Bundesstaat La Guaira. Die Regierung spricht inzwischen von 3.342 Toten, etwa 16.000 Verletzten und mehr als 17.000 Menschen, die ihr Zuhause verloren haben. 190 Gebäude sind komplett eingestürzt, viele weitere schwer beschädigt. Die Vereinten Nationen schätzen, dass bis zu 50.000 Menschen vermisst werden könnten.

Viele Helferinnen und Helfer sind im Einsatz: Notfallteams aus sieben Ländern, darunter Chile und die USA, suchen in den Trümmern nach Überlebenden. Lokale Motorradfahrer, die von Influencern und Motorradclubs koordiniert werden, liefern Hilfsgüter in schwer erreichbare Gebiete. Ein besonders berührendes Beispiel ist Hernán Gil, ein 43-jähriger Wachmann, der nach acht Tagen lebend aus einem eingestürzten Haus in Catia La Mar geborgen wurde. Er sagte später: "Ich wurde wiedergeboren". Auch Reporter wie Christian Semm vom ZDF begleiten die Helfer und berichten aus dem Katastrophengebiet.