Die Deutsche Bahn testet in Berlin neue Helme für ihr Sicherheitsteam, weil es bei Einsätzen immer öfter gefährlich wird.

Was ist passiert? Die Deutsche Bahn erprobt von Juni bis Dezember in Berlin Schutzhelme für die Mobile Unterstützungsgruppe (MUG). Das ist ein Team aus 15 speziell ausgebildeten Sicherheitskräften, das zum Beispiel bei Fußballspielen oder Demonstrationen eingesetzt wird. Grund für die neuen Helme: Die Zahl der Angriffe auf Bahnmitarbeitende ist 2025 um rund elf Prozent gestiegen, auf etwa 2.690 Fälle. Auch in der Silvesternacht und bei Fußballspielen gab es Angriffe mit Böllern und Raketen. Anfang Februar wurde in der Westpfalz ein Zugbegleiter bei einer Fahrkartenkontrolle getötet.

Wer hilft? Die MUG arbeitet regelmäßig mit der Bundespolizei zusammen. Die Bundespolizei darf in brenzligen Lagen schon Helme tragen, die Bahn-Beschäftigten bisher nicht. Das soll sich mit dem Pilotprojekt ändern. Die Deutsche Bahn plant außerdem, mehr Sicherheitspersonal einzustellen, Deeskalationstrainings auszuweiten, Bodycams zu testen und auf manchen Strecken zwei Zugbegleiter pro Zug einzusetzen. Zwei MUG-Beschäftigte haben die Helme selbst vorgeschlagen, weil sie sich mehr Schutz wünschten.