Eine Studie aus Wien zeigt, dass Neugeborene schon wenige Tage nach der Geburt regelmäßige Klänge von unregelmäßigen unterscheiden können – und zwar im Schlaf.
Forschende der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) haben 33 Babys untersucht, die erst zwischen null und vier Tagen alt waren. Während die Kinder schliefen, spielten ihnen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedene Tonfolgen vor. Manche bestanden aus sinnvollen Silbenketten, andere aus einem wirren Lautmix. Mithilfe einer EEG-Haube mit 64 Elektroden konnten die Forschenden dabei direkt beobachten, wie das Gehirn auf die Klänge reagierte.
Das Ergebnis: Schon nach wenigen Hundert Millisekunden – also dem Bruchteil einer Sekunde – zeigte das Gehirn der Babys deutliche Aktivität. Bestimmte Regionen, die auch beim Sprachverstehen eine Rolle spielen, verarbeiteten die geordneten Töne anders als die ungeordneten. Das deutet darauf hin, dass Menschen schon mit einer Art „Baustein" für Sprache auf die Welt kommen.
