Nach einem heftigen Unwetter sind in der Steiermark rund 30 Menschen aus einem abgeschnittenen Tal gerettet worden.
Am späten Montagabend hat es in den Alpen stark geregnet. Auf Höhe der Mautstation Wilde Wasser hat sich eine Schlammlawine gelöst, eine sogenannte Mure. Diese hat eine Bergstraße auf etwa 600 Metern unter Schlamm und Geröll begraben. Rund 30 Menschen saßen fest, darunter Urlauber und Personal von Berghütten.
Die Feuerwehr Schladming und die Bergrettung Schladming waren schnell zur Stelle. Einsatzleiter Hermann Zechmann erklärte, dass sich alle Betroffenen bereits an der Waldhäuslalm gesammelt hatten. Mit einem Geländewagen wurden sie über die Geröllmassen aus dem Tal gebracht. Verletzt wurde nach Angaben der Feuerwehr niemand.
Die Straße und die Wanderwege bleiben vorerst gesperrt. Wanderer der beliebten Dreitages-Königstour Klafferkessel wurden informiert, dass sie das Tal nicht verlassen können. Wenn alles gut läuft, könnte die Straße laut Zechmann am Dienstag wieder geräumt sein – allerdings nur, solange kein neues Gewitter kommt.
