Der Militäranalyst Gustav Gressel rechnet damit, dass Russland im Herbst weitere Soldaten zwangsweise einziehen könnte, weil der Krieg in der Ukraine viele Menschenleben kostet.
Was ist passiert? Russland führt seit viereinhalb Jahren Krieg gegen die Ukraine. Die russische Armee hat hohe Verluste — jeden Monat sterben oder werden laut Berichten mehr als 30.000 Soldaten schwer verwundet. Das sind so viele Menschen, wie in einer Stadt wie Krems an der Donau leben. Weil sich kaum noch Freiwillige melden, denkt der Kreml laut Experten über eine neue Mobilmachung nach. Das bedeutet: Männer könnten gezwungen werden, in den Krieg zu ziehen — auch gegen ihren Willen.
Wer hilft? Internationale Beobachter und Analysten schauen sehr genau hin. Gustav Gressel von der Österreichischen Landesverteidigungsakademie erklärt, wie Russland neue Rekruten gewinnen will. Auch der tschechische Präsident Petr Pavel hat vor einer möglichen Generalmobilmachung gewarnt. In Russland selbst gibt es zudem Berichte, dass viele Menschen das Land verlassen wollen, falls die nächste Welle kommt — Nachbarländer wie Georgien und Armenien hatten das schon 2022 erlebt, als Hunderttausende flohen.
