Russland hat Armenien gedroht, einen günstigen Vertrag für Gas und andere Rohstoffe zu kündigen, weil das Land enger mit der EU zusammenarbeiten will.
Stell dir vor, du drehst den Herd an, aber es kommt kein Gas mehr. Genau das könnte in Armenien passieren. Russland liefert dem Land seit Jahren günstig Gas, Öl und sogar Rohdiamanten. Jetzt droht Moskau damit, diesen Vertrag zu beenden. Der Grund: Armenien möchte näher an die Europäische Union rücken. Russland sagt, das gefährde die gemeinsame Partnerschaft. Die Regierung in Eriwan bestreitet erstmal, so eine Drohung überhaupt bekommen zu haben.
Aber es gibt auch gute Nachrichten. Armeniens Ministerpräsident Nikol Paschinjan hat einen Plan B: Er will mehr Gas aus dem Nachbarland Iran kaufen. Zwar reicht die Pipeline dafür nicht für den gesamten Bedarf, aber es ist ein Anfang. Außerdem bekommt Paschinjan Unterstützung von unerwarteter Seite: US-Präsident Donald Trump nannte ihn einen „großartigen Freund“ und sicherte ihm seine volle Unterstützung für die Wahl am 7. Juni zu. Das zeigt, dass Armenien nicht allein dasteht.
