Vor dem WM-Achtelfinale gegen Spanien streitet Portugal darüber, ob Cristiano Ronaldo dem Team hilft – oder ob er andere Spieler ausbremst.
Stell dir vor, in deiner Fußballmannschaft steht ein Superstar – aber die Mitspieler sind sich nicht sicher, ob er dem Team wirklich nützt. Genau das passiert gerade in Portugal. Cristiano Ronaldo ist 41, eine echte Legende, und hat im WM-Spiel gegen Kroatien per Elfmeter sein elftes WM-Tor geschossen. Damit hat er einen alten Rekord von Eusebio aus dem Jahr 1966 gebrochen, als Portugal WM-Dritter wurde. Den entscheidenden Treffer zum 2:1-Sieg hat allerdings Gonçalo Ramos erzielt – und zwar erst, nachdem Ronaldo ausgewechselt worden war.
Der Trainer Roberto Martínez hält große Stücke auf seinen Starspieler und nennt ihn den größten Spieler der Geschichte. Er sagt, Ronaldo sei heute noch topfit und nicht nur wegen früherer Erfolge dabei. Aber zwei ehemalige portugiesische Stars sehen das anders. Luís Figo meint, einige Mitspieler würden Ronaldo lieber aus der Mannschaft haben. António Simões, der 1966 selbst mit Portugal bei der WM war, sagt sogar, Ronaldo spiele nicht, um zu gewinnen, sondern um im Mittelpunkt zu stehen – anders als Eusebio damals.
