Im WM-Achtelfinale unterlag Kroatien Portugal mit 1:2, weil ein spätes Tor nach Videobeweis nicht zählte.

Was ist passiert? Beim Stand von 1:2 aus Kroatien-Sicht erzielte Josko Gvardiol in der 13. Minute der Nachspielzeit ein Tor. Doch der Schiedsrichter schaute sich die Szene am Bildschirm noch einmal an und entschied: Abseits! Der Treffer zählte nicht mehr. Grund war eine ganz leichte Berührung des Balls durch den eingewechselten Igor Matanovic. Diese Berührung war so klein, dass man sie mit bloßem Auge kaum erkennen konnte, aber ein Sensor im Ball hat sie gemerkt.

Wer hilft bei der Aufklärung? Hinter den Kulissen haben Schiedsrichter-Teams und Technik-Entwickler von FIFA und Adidas ganze Arbeit geleistet. Im Spielball „Trionda“ steckt ein kleiner Chip, der 500 Mal pro Sekunde misst, wie der Ball sich bewegt. Diese Daten zeigen den Helfern am Bildschirm genau, wann und wie der Ball berührt wurde. So können sie faire Entscheidungen treffen, auch wenn es für die Fans auf den Rängen schwer auszuhalten ist.