Die FAO meldet für 2024 einen neuen Höchststand bei Fisch und Aquakultur, warnt aber zugleich vor überfischten Meeren.

Was ist passiert? Die Welternährungsorganisation FAO hat ihren neuen Bericht zu Fischerei und Aquakultur vorgestellt. Danach wurden im Jahr 2024 weltweit rund 235 Millionen Tonnen Fisch, Meeresfrüchte und Algen produziert – so viel wie nie zuvor. Die Aquakultur, also die Zucht von Fischen, hat dabei erstmals die Marke von 100 Millionen Tonnen überschritten. Gleichzeitig zeigen die Daten: Fast 38 Prozent der wilden Fischbestände gelten als überfischt. Das heißt, es wird mehr Fisch gefangen, als natürlich nachwachsen kann.

Wer hilft? Die FAO und Regierungen weltweit versuchen, mit besseren Fangquoten und Schutzgebieten gegenzusteuern. Bei großen Thunfischbeständen zeigt sich, dass das funktionieren kann: Mehr als 90 Prozent der kommerziell wichtigen Thunfischbestände werden inzwischen nachhaltig befischt. Auch Umweltorganisationen wie der WWF setzen sich für strengere Regeln ein, etwa mit klaren Fangbeschränkungen und besseren Kontrollen. Auf der Konferenz in Mombasa sagte FAO-Direktor Manuel Barange: „Wir entnehmen dem Meer zu viel" und machte damit deutlich, dass sich etwas ändern muss.