Eine verurteilte Rechtsextremistin ist aus Tschechien nach Deutschland ausgeliefert worden und sitzt nun ihre Strafe im Frauengefängnis Chemnitz ab.

Was ist passiert? Marla Svenja Liebich war über viele Jahre eine bekannte Person in der rechtsextremen Szene in Deutschland. Schon 2014 hat sie in Halle Demonstrationen organisiert. Im Jahr 2023 wurde sie vom Amtsgericht Halle verurteilt, weil sie Menschen beleidigt, gegen sie gehetzt und einen Angriffskrieg gebilligt hatte. Das Gericht hat eine Strafe von eineinhalb Jahren Gefängnis festgelegt, die sie antreten musste. Als sie im August 2025 nicht im Gefängnis erschien, wurde nach ihr gefahndet. Im April wurde sie in Tschechien festgenommen. Jetzt hat ein Gericht in Tschechien entschieden, dass sie nach Deutschland ausgeliefert wird. Am Mittwoch kam sie im Frauengefängnis in Chemnitz an. Dort soll sie nun ihre Strafe verbüßen. Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Halle sagt, dass Liebich "voll kooperiert" habe. Sie sei am Morgen an der Grenze von der Bundespolizei übernommen worden.