Eine in Deutschland verurteilte Rechtsextremistin ist aus Tschechien zurück nach Deutschland gebracht worden, um dort ihre Haftstrafe anzutreten.
Was ist passiert? Die Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich ist nach ihrer Festnahme in Tschechien nach Deutschland ausgeliefert worden. Dort soll sie nun eine Strafe von eineinhalb Jahren im Frauengefängnis in Chemnitz verbüßen. Sie war im Juli 2023 vom Amtsgericht Halle unter anderem wegen Volksverhetzung verurteilt worden, tauchte aber vor dem Haftantritt unter und floh ins Ausland. Im April 2026 wurde sie aufgrund eines Europäischen Haftbefehls in Tschechien festgenommen. Ein Gericht in Prag wies ihre Beschwerde gegen die Auslieferung zurück, sodass die Übergabe an Deutschland erfolgen konnte.
Wer hilft? Die tschechische Polizei, das Prager Oberlandesgericht und die Justizbehörden in Sachsen haben zusammengearbeitet, um die Auslieferung und die anschließende Unterbringung in Chemnitz zu ermöglichen. Nach der Ankunft wird Liebich medizinisch untersucht und die Leitung der Frauenhaftanstalt entscheidet über die konkrete Unterbringung. So sollen faire Bedingungen und die Einhaltung der Menschenrechte auch bei einer Haftstrafe sichergestellt werden.
