Waldbrände in Kanada schicken dichten Rauch bis nach New York und Toronto – kurz vor dem großen WM-Finale.

In Kanada brennen zurzeit hunderte Waldbrände, vor allem in den Provinzen Manitoba, Saskatchewan und Ontario. Der Rauch dieser Feuer wird vom Wind nach Süden getragen und legt sich über die Großstädte Toronto und New York. In Toronto war die Luft am Mittwoch so schlecht wie noch nie in diesem Jahr, die Behörden sprachen vom höchsten Risiko auf der Skala. Das ist nicht nur unangenehm, sondern kann für die Atemwege richtig gefährlich werden. Deshalb haben viele Schulen und Veranstaltungen abgesagt, unter anderem ein großes WM-Fanfest.

Zum Glück sind viele Helferinnen und Helfer im Einsatz. Rettungskräfte kämpfen in Kanada gegen die Flammen, etwa in British Columbia, wo ein Güterzug von einem Feuer eingeschlossen wurde und die Besatzung gerettet werden musste. In den Städten messen Institute wie das Schweizer Unternehmen IQAir die Luftwerte und veröffentlichen sie online, damit alle Bescheid wissen. Gouverneurin Kathy Hochul und die Stadt New York haben Warnungen herausgegeben, und Expertinnen wie Greg Evans von der Universität Toronto erklären, warum solche Ereignisse wegen des Klimawandels häufiger werden könnten. Ärztinnen und Ärzte empfehlen, drinnen zu bleiben, Klimaanlagen mit gutem Filter zu nutzen und bei Beschwerden Hilfe zu holen.