Bei einem Vorbereitungsspiel zwischen Energie Cottbus und dem Halleschen FC haben Fans aus dem Halle-Block einen Spieler von Cottbus rassistisch beleidigt – daraufhin wurde das Match abgebrochen.

Was ist passiert? In Finsterwalde trat Energie Cottbus, das gerade in die 2. Bundesliga aufgestiegen ist, gegen den Halleschen FC aus der Regionalliga an. Das Spiel war für zweimal 60 Minuten angesetzt. In der 102. Minute, also kurz vor dem Ende, kam es zu einem Foul und einer Rudelbildung. Danach wurde der Cottbus-Profi King Manu aus dem Halle-Block mit Affenlauten und rassistischen Sprüchen beleidigt. King Manu wehrte sich lautstark. Schiedsrichter und Veranstalter brachen die Partie beim Stand von 2:0 für Cottbus ab. Im Stadion waren 3.016 Zuschauerinnen und Zuschauer.

Wer hilft? Die Polizei war schnell da. Sie hat zwei Halle-Fans als mutmaßliche Täter erkannt und aus dem Stadion gebracht. Beide Vereine – Energie Cottbus und Hallescher FC – haben sich in einer gemeinsamen Erklärung klar gegen Rassismus gestellt. In dem Statement heißt es: „Das heutige Testspiel zwischen dem FC Energie Cottbus und dem halleschen FC wurde aufgrund eines rassistischen Vorfalls gegen einen Spieler von Energie Cottbus abgebrochen. Für Rassismus und Diskriminierung gibt es in beiden Vereinen keinen Platz, weder auf dem Spielfeld noch auf den Rängen!" Auch die Klubs selbst arbeiten den Vorfall intern auf.

Was kannst du tun? Wenn du im Stadion oder im Alltag rassistische Sprüche hörst, sag Stopp und hole dir Hilfe – zum Beispiel bei Freundinnen und Freunden, Ordnerinnen und Ordnern oder der Polizei. Du kannst Vereine unterstützen, die sich aktiv gegen Diskriminierung einsetzen, und selbst klar Stellung beziehen, wenn jemand ausgegrenzt wird. Respekt und Fairplay gelten nicht nur auf dem Platz, sondern überall.