Das Münchner Start-up Isar Aerospace wollte seine Rakete Spectrum in Norwegen zum zweiten Mal testen, hat den Start aber wegen eines technischen Problems zum vierten Mal verschoben.
Was ist passiert? Das bayerische Unternehmen Isar Aerospace bereitet auf einem Weltraumbahnhof im hohen Norden Norwegens, auf der Insel Andøya, den zweiten Testflug seiner Rakete Spectrum vor. Doch schon wieder hat es nicht geklappt: Kurz vor dem Start wurde ein technisches Problem an den Fluidsystemen entdeckt – das sind die Leitungen, durch die der flüssige Treibstoff zu den Triebwerken fließt. Das Unternehmen schrieb auf seiner Webseite, dass weitere Details nicht genannt wurden. Auch bei den drei Versuchen davor in diesem Jahr war immer wieder etwas Technisches dazwischengekommen.
Wer hilft? Bei Isar Aerospace selbst arbeiten Ingenieurinnen und Ingenieure daran, den Fehler zu finden und zu beheben. Das Start-up hat seinen Sitz in Ottobrunn bei München, wurde 2018 gegründet und will mit seiner Rakete künftig Satelliten ins All bringen. Auch die Politik schaut genau hin: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der norwegische Regierungschef Jonas Gahr Støhre haben das Startgelände bereits am 13. März besucht. Europa möchte unabhängiger werden, weil heute die meisten europäischen Satelliten vom US-Unternehmen SpaceX ins All gebracht werden.
