Die Bundesregierung prüft den Ausbau einer wichtigen Ölpipeline für die PCK-Raffinerie in Schwedt – davon hängt Benzin und Heizöl für den Nordosten Deutschlands ab.

Die PCK-Raffinerie in Schwedt (Brandenburg) liefert Benzin, Diesel, Heizöl und Kerosin für große Teile Nordostdeutschlands und für Berlin. Wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine dürfen seit einiger Zeit keine russischen Öl-Lieferungen mehr durch die Pipeline fließen. Deshalb sollte die Leitung von Rostock nach Schwedt eigentlich ausgebaut werden, damit mehr Öl aus anderen Quellen transportiert werden kann.

Jetzt hat das Bundeswirtschaftsministerium diesen Ausbau aber auf den Prüfstand gestellt und das Genehmigungsverfahren bei der EU vorerst gestoppt. Grund: Die Bundesregierung will verhindern, dass am Ende der russische Konzern Rosneft, dem 54 Prozent der Raffinerie gehören, von deutschen Steuergeldern profitiert.