Die russische Luxusjacht „Graceful" ist nach fast vier Jahren Pause wieder auf dem Radar erschienen – begleitet von Kriegsschiffen und beobachtet von dänischer und deutscher Seite.
Was ist passiert? Die Jacht „Graceful" gilt als das persönliche Schiff des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Am Montag wurde sie an der Nordküste Dänemarks gesichtet – auf dem Weg von der Ostsee Richtung Nordsee. Das ist deshalb besonders: Das Schiff hatte seinen Standort-Sender (AIS) im August 2022 abgeschaltet, kurz nachdem Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen hatte. Fast vier Jahre lang war es deshalb auf keinem Radar mehr zu sehen.
Wer hilft oder beobachtet? Die Jacht wurde von zwei russischen Kriegsschiffen begleitet. Auf der anderen Seite haben die dänische Marine, die deutsche Küstenwache und die deutsche Bundeswehr das Schiff im Auge behalten. Die dänischen Streitkräfte sagten dazu: „Die Streitkräfte überwachen routinemäßig Schiffe, darunter auch ausländische Staatsschiffe, die die dänischen Meerengen und Hoheitsgewässer durchqueren, mit den dafür vorgesehenen Kapazitäten". Auf der Jacht selbst sollen Drohnenschutz-Netze und Drohnenabwehrsysteme installiert worden sein – das deutet auf eine angespannte Sicherheitslage hin.
