Eine neue Regelung zur Bezahlung von Psychotherapien sorgt für Diskussionen – auch bei der Therapie für Kinder und Jugendliche.
Was ist passiert? Die Bundesregierung hat ein neues Gesetz beschlossen, das regelt, wie Psychotherapien über die Krankenkassen bezahlt werden. Ab dem 1. Januar 2027 bekommen Therapeutinnen und Therapeuten nur noch eine bestimmte Menge an Stunden bezahlt. Alles, was darüber hinausgeht, wird nicht mehr extra vergütet. Wichtig: Wenn du schon in einer Therapie bist, die 2026 angefangen hat, oder wenn du akut dringend Hilfe brauchst, wird die Behandlung weiter ohne Begrenzung bezahlt. Auch die Kinder- und Jugendpsychotherapie soll ab dem 1. Januar 2027 weiterhin vollständig bezahlt werden, sagt der SPD-Politiker Christos Pantazis.
Wer hilft? Viele Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten machen sich Sorgen, dass sie weniger Termine anbieten können, weil sich Mehrarbeit nicht mehr lohnt. Sie schlagen Alarm, damit die Politik nachbessert. Die Koalition aus Union und SPD hat bereits angekündigt, das Gesetz noch einmal anzuschauen und zu verbessern. Auch Patientenorganisationen und Fachverbände setzen sich dafür ein, dass genug Therapieplätze vorhanden bleiben. Wenn du merkst, dass du oder jemand in deinem Umfeld Hilfe braucht, kannst du dich an Hausärztinnen und Hausärzte, Beratungsstellen oder die Nummer gegen Kummer (116 111) wenden.
