Paris Saint-Germain hat zum zweiten Mal hintereinander die Champions League gewonnen, doch nach dem Spiel gab es in Frankreich auch Krawalle.
Stell dir vor, dein Team gewinnt den wichtigsten Vereinspokal im Fußball – und das schon zum zweiten Mal nacheinander. Genau das ist Paris Saint-Germain am Samstagabend in Budapest gelungen. Vor 61.400 Fans besiegte PSG den FC Arsenal mit 4:3 im Elfmeterschießen, nachdem es nach 120 Minuten 1:1 gestanden hatte. Der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert leitete das dramatische Finale.
Trainer Luis Enrique hat damit etwas geschafft, was vor ihm nur ganz wenige Trainer erreicht haben: drei Champions-League-Titel. Er setzte dabei auf junge Spieler wie Joao Neves oder Bradley Barcola, statt auf die ganz großen Stars. Nach dem Abpfiff trugen ihn seine Spieler auf den Schultern vom Platz – ein Zeichen, wie sehr sie ihn schätzen.
Doch nicht überall blieb es friedlich. In der Nacht nach dem Sieg kam es in Frankreich zu Ausschreitungen. Innenminister Laurent Nuñez berichtete, dass 416 Menschen festgenommen wurden, die meisten davon im Großraum Paris. In Städten wie Rennes oder Straßburg plünderten manche Leute Geschäfte. Auf der berühmten Champs-Élysées warfen Vermummte Gegenstände, die Polizei setzte Tränengas ein. Sieben Polizistinnen und Polizisten wurden verletzt.
Die Polizei und die Behörden handelten schnell, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Für den Sonntag war eigentlich ein großer Empfang für die Mannschaft in Paris geplant. Solche Feiern sollen zeigen, was Sport bewirken kann: Menschen zusammenbringen, nicht spalten.
