Paris Saint-Germain hat das größte europäische Vereinsfinale im Fußball gewonnen, aber in der Nacht gab es in Frankreich auch Gewalt und viele Festnahmen.
Stell dir vor: 120 Minuten Vollgas, ein 1:1 nach Verlängerung und dann die pure Nervenschlacht vom Elfmeterpunkt. Genau das ist am Samstagabend in Budapest passiert. Paris Saint-Germain besiegte den FC Arsenal mit 4:3 im Elfmeterschießen und holte zum zweiten Mal hintereinander den Champions-League-Pokal. Kai Havertz von Arsenal schoss das erste Tor, Ousmane Dembélé glich für PSG per Elfmeter aus. Am Ende vergaben zwei Arsenal-Spieler ihre Schüsse – der Titel ging nach Paris.
Doch während die Mannschaft feierte, wurde es in Frankreich vielerorts unruhig. Innenminister Laurent Nuñez meldete 416 Festnahmen im ganzen Land, 283 davon rund um Paris. Auf den Champs-Élysées warfen Vermummte Gegenstände, die Polizei setzte Tränengas ein. Sieben Polizistinnen und Polizisten wurden verletzt. In etwa fünfzehn Städten kam es zu Plünderungen. Schon im letzten Jahr hatte es nach dem PSG-Sieg schwere Krawalle gegeben – mit zwei Toten und fast 200 Verletzten.
