In Braunau sollte ein Prozess um eine rechtsextreme Provokation vor dem Geburtshaus von Adolf Hitler stattfinden, doch der Angeklagte ist flüchtig und wird nicht ausgeliefert.

Was ist passiert? Ein Mann aus Berlin soll am 20. April 2021 – dem Geburtstag von Adolf Hitler – einen Trauerkranz vor dem Geburtshaus Hitlers in Braunau abgelegt haben. Auf dem Kranz stand 'RIP USA', was laut Anklage für 'Rest in Peace – Unser seliger Adolf' stehen soll. Im Oktober 2024 ist er schon zum zweiten Mal nicht vor Gericht in Ried im Innkreis erschienen, deshalb liegt der Prozess jetzt erst einmal auf Eis.

Wer hilft? Die österreichische Justiz kann in diesem Fall nicht viel tun, weil Deutschland eigene Staatsbürger nicht ausliefert, wenn nach deutschem Recht kein Straftatbestand erfüllt ist. Gegen den Angeklagten läuft aber weiter ein europäischer Haftbefehl: Sobald er Deutschland verlässt, kann er festgenommen werden. Außerdem hat Österreich das Geburtshaus in Braunau umgebaut, damit es nicht länger ein Treffpunkt für Neonazis bleibt – dort entsteht gerade ein neues Polizeizentrum.