In Istanbul wollte die LGBTQ-Community am Sonntag trotz Verbot auf die Straße gehen – die Polizei griff mit Festnahmen ein.

Was ist passiert? In Istanbul gab es am Sonntag eine Pride-Parade, also eine Demonstration für die Rechte von schwulen, bisexuellen, trans und queeren Menschen. LGBTQ bedeutet: lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und queer. Die Veranstalter hatten keine offizielle Erlaubnis bekommen, wollten aber trotzdem auf die Straße gehen. Auf der asiatischen Seite der Stadt liefen die Demonstrierenden mit Trillerpfeifen durch die Straßen, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Die Polizei hat die Versammlung dann aufgelöst und mindestens 50 Menschen festgenommen. Auch eine Journalistin wurde festgenommen, obwohl sie gesagt hat, dass sie Pressefreiheit hat und arbeiten darf.

Wer hilft? Nicht alle in der Türkei sind gegen die Pride. Die Anwaltskammer von Istanbul hat ein großes Transparent an ihrem Haus aufgehängt, auf dem steht: "LGBT ist ein Menschenrecht". Sie setzt sich also für die Rechte der Community ein. Auch internationale Organisationen, die sich für Menschenrechte einsetzen, beobachten die Situation genau. Sie fordern, dass die Türkei Versammlungen und Demonstrationen erlaubt, statt sie zu verbieten.