Ein Protokoll bringt den Präsidenten der Wirtschaftskammer Wien in Erklärungsnot – jetzt wird über Macht, Absprachen und faire Verfahren diskutiert.
Was ist passiert? Zwei Magazine haben Aufnahmen eines Gesprächs veröffentlicht, in denen Kammerpräsident Walter Ruck beschreibt, wie er sich mit Wiens Bürgermeister Michael Ludwig über einen wichtigen Job in der Wirtschaftsagentur Wien abgesprochen haben soll. Ruck habe im Gespräch gesagt: „Es gibt ein Spiel für die Tribüne, und es gibt ein Echtspiel." Damit meint er: In der Öffentlichkeit sieht es so aus, als würde demokratisch entschieden – dahinter liefen aber andere Deals. Die Wirtschaftskammer sagt: Die Aufnahme sei möglicherweise illegal, und die Personalentscheidung sei ganz normal über Vorstand und Präsidium gelaufen.
Wer hilft jetzt weiter? Die Staatsanwaltschaft prüft, ob die Aufnahme rechtens zustande gekommen ist. Außerdem hat die Kammer angekündigt, die Vorwürfe von unabhängiger Seite untersuchen zu lassen. Politik, Medien und Kontrollbehörden schauen genau hin. Wichtig ist: Es gilt die Unschuldsvermutung – niemand ist verurteilt, bevor ein Gericht entschieden hat.
