Der Autohersteller Porsche plant laut einem Zeitungsbericht, bis 2035 noch einmal 5000 Stellen abzubauen und macht damit sein laufendes Sparprogramm doppelt so groß.
Was ist passiert? Porsche steckt in einer schweren Krise. Vor allem in China kaufen viel weniger Leute neue Porsche-Autos als früher. Dadurch verdient das Unternehmen deutlich weniger Geld. Laut der Zeitung Bild will Porsche deshalb bis 2035 weitere 5000 bis 6000 Stellen abbauen. Das wäre eine Verdopplung des bisherigen Sparprogramms. Ein Sprecher von Porsche wollte den Bericht nicht kommentieren.
Wer hilft? Es laufen Verhandlungen zwischen dem Porsche-Vorstand, dem Betriebsrat und der Gewerkschaft IG Metall. Der Betriebsrat vertritt die Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der neue Porsche-Chef Michael Leiters hat die Führung zu Beginn des Jahres übernommen und will Kosten senken sowie das Produktportfolio überarbeiten. Eine Einigung gibt es laut Porsche noch nicht, der Aufsichtsrat hat aber seine Unterstützung für ein Zukunftspaket zugesagt.
Was kannst du tun? Wenn du dich für die Autoindustrie interessierst oder dort eine Ausbildung machen willst, lohnt es sich, die Nachrichten weiter zu verfolgen. Großbetriebe wie Porsche und Volkswagen verändern sich gerade stark durch Elektroautos, neue Technologien und den starken Wettbewerb aus China. Themen wie Arbeitsrecht, Mitbestimmung und Standortsicherung – also was passiert, wenn Werke erhalten bleiben oder schließen – sind in solchen Zeiten wichtiger denn je und betreffen auch junge Beschäftigte und Auszubildende.
