Ein Berliner Polizist soll bei einem Angriff auf seine eigenen Kollegen mitgemacht haben – jetzt wird gegen ihn ermittelt.

Was ist passiert? Am 17. Januar spielten Hertha BSC und der FC Schalke 04 im Berliner Olympiastadion. Rund um das Spiel gab es heftige Krawalle: Hooligans haben Polizistinnen und Polizisten mit Gegenständen beworfen. Mehrere Beamte wurden verletzt, aber auch Hooligans trugen Verletzungen davon. Die Polizei hat daraufhin 18 Verdächtige mit Fotos gesucht. Inzwischen kennt sie zehn von ihnen namentlich – und unter ihnen ist ausgerechnet ein eigener Polizist. Er soll laut der Behörden außer Dienst gewesen sein, als die Gewalt passierte. Gegen ihn wird unter anderem wegen Landfriedensbruch ermittelt, also weil er an einem großen, gewalttätigen Angriff beteiligt gewesen sein soll.

Wer hilft jetzt? Die Berliner Polizei und das Landeskriminalamt (LKA) gehen dem Fall konsequent nach. Sie ermitteln, ob der Polizist wirklich mitgemacht hat, und prüfen gleichzeitig dienstrechtliche Schritte – also ob er dafür bestraft wird, dass er als Beamter so etwas getan haben soll. Auch eine Öffentlichkeitsfahndung läuft weiter, um die restlichen unbekannten Täter zu finden. Innenpolitiker beobachten den Fall genau, damit das Vertrauen in die Polizei nicht beschädigt wird.

Was kannst du tun? Gewalt rund um Fußballspiele ist kein Kavaliersdelikt. Wenn du bei einem Spiel siehst, dass jemand Polizisten oder andere Menschen angreift, halte Abstand und informiere die Polizei über den Notruf 110. Es gibt in Berlin auch Fanprojekte, die sich für friedliche Unterstützung der Vereine einsetzen – dort kannst du dich engagieren, wenn du Fan bist und Konflikte lieber ohne Gewalt lösen willst.