Strafverfolgungsbehörden aus vielen Ländern haben den Kryptomixer "AudiA6" abgeschaltet und zwei mutmaßliche Chefs in Georgien festgenommen.

Was ist passiert? Die Polizei in Europa, den USA, Australien, Kanada, Frankreich, der Schweiz und Großbritannien hat gemeinsam gegen "AudiA6" ermittelt. Das ist ein Dienst im Internet, der Kryptowährungen wie Bitcoin so durcheinander mixt, dass niemand mehr sehen kann, wem welches Geld gehört. So etwas nennt man einen Kryptomixer. Über "AudiA6" sollen laut Europol zwischen 2022 und 2025 mehr als 336 Millionen Euro geflossen sein. Kriminelle haben den Dienst benutzt, um Geld aus Erpressungen mit Ransomware zu verstecken.

Wer hilft? Ermittlerteams aus vielen Ländern haben über Jahre hinweg zusammengearbeitet. In Georgien haben sie zwei Verdächtige festgenommen, in Polien einen weiteren Ukrainer. Sie haben über 80 Autos konfisziert, dutzende Server sichergestellt, 25 Webseiten abgeschaltet und Telegram-Kanäle gesperrt. Kryptogeldbörsen haben die Daten bekommen, damit sie verdächtige Accounts sperren können. Die US-Staatsanwaltschaft hat Anklage erhoben und will die Verdächtigen in die USA ausliefern lassen.