Die EU-Kommission hat Meta, den Konzern hinter WhatsApp, dazu gezwungen, anderen KI-Anbietern wieder kostenlosen Zugang zu WhatsApp zu geben.
Stell dir vor, deine Lieblings-App ändert plötzlich die Regeln und lässt andere Dienste nicht mehr rein. Genau das ist mit WhatsApp passiert. Im Oktober letzten Jahres hat Meta – der Konzern, dem WhatsApp gehört – anderen KI-Anbietern den Zugang zu Schnittstellen gesperrt. Schnittstellen sind so etwas wie Türen, durch die Programme miteinander reden können. Danach konnten Nutzer innerhalb von WhatsApp nur noch Metas eigene KI namens „Meta AI" benutzen.
Auf Druck der EU hat Meta die Tür im März zwar wieder einen Spalt geöffnet, aber dafür eine Gebühr verlangt. Die EU-Kommission fand das nicht in Ordnung und nennt es im Grunde eine versteckte Weiterführung der Sperre. Sie hat nun eine einstweilige Anordnung erlassen – das ist eine Art vorläufige Anweisung, bevor ein Verfahren endgültig entschieden ist. Meta muss innerhalb von fünf Werktagen die alten Bedingungen wiederherstellen, also den Zugang für andere KI-Anbieter kostenlos machen. WhatsApp gilt als Marktführer unter den Messenger-Diensten und ist deshalb für KI-Firmen ein wichtiger Weg, um Verbraucher in Europa zu erreichen.
