In der Schweiz hat eine traditionalistische Gruppe vier Bischöfe geweiht, obwohl der Papst sie eindringlich darum gebeten hatte, es nicht zu tun.
Was ist passiert? In dem kleinen Ort Écône im Schweizer Kanton Wallis hat die Piusbruderschaft am 1. Juli 2026 vier neue Bischöfe geweiht. Rund 20.000 Menschen, vor allem aus Frankreich, waren dafür angereist. Papst Leo XIV. hatte die Gruppe einen Tag vorher öffentlich gebeten, die Weihe abzusagen. Er sagte wörtlich: „Tut das nicht! Lasst uns versuchen, die Gemeinschaft in der Kirche zu leben. Aber es ist ihre Entscheidung. Sie müssen sich darüber im Klaren sein, was das für sie und die Kirche bedeutet.“ Die Piusbruderschaft hat sich trotzdem für die Weihe entschieden. Nach den Regeln der katholischen Kirche bedeutet das: Alle Beteiligten sind automatisch exkommuniziert, also aus der vollen Gemeinschaft der Kirche ausgeschlossen.
