In drei Dörfern im Südlibanon hat ein Friedensplan zwischen Israel und dem Libanon begonnen, bei dem Soldaten und Entwaffnung eine zentrale Rolle spielen.

Was ist passiert? Israel und der Libanon haben sich nach jahrzehntelangem Kriegszustand auf einen Plan geeinigt, der Frieden und Sicherheit bringen soll. In drei Dörfern im Süden des Libanon - Frun, Srifa und Soutar al-Gharbija - wurden sogenannte Pilotzonen eingerichtet. In diesen Pilotzonen sollen die libanesischen Streitkräfte die Kontrolle übernehmen und die Hisbollah entwaffnen. "Pilot" bedeutet hier so viel wie "Test": Man will zuerst in kleinen Gebieten ausprobieren, ob der Plan funktioniert, bevor er auf das ganze Land ausgeweitet wird.

Wer hilft mit? An dem Projekt arbeiten Teams aus drei Ländern zusammen: die israelischen Streitkräfte, das US-Militär und die libanesischen Streitkräfte. Auch die US-Regierung unterstützt den Plan und will sich weiterhin für die Umsetzung einsetzen. Zusätzlich reist Libanons Präsident Joseph Aoun an diesem Dienstag zu US-Präsident Donald Trump ins Weiße Haus, um über den Plan und den Abzug israelischer Truppen zu sprechen. Das Militär kündigte an: "Auf jeden Verstoß gegen das Abkommen werde energisch reagiert werden."