Die USA schicken eine Militärdelegation nach Beirut, um den geplanten Rückzug der israelischen Armee aus dem Südlibanon Schritt für Schritt zu organisieren.

Was ist passiert? Im Libanon, direkt im Süden des Landes, kämpft die israelische Armee seit Monaten gegen die Hisbollah - eine bewaffnete Gruppe, die vom Iran unterstützt wird. Dabei sind laut dem libanesischen Gesundheitsministerium seit Anfang März über 4.300 Menschen gestorben und mehr als 12.000 verletzt worden. Ende Juni haben sich Israel und der Libanon mit Hilfe der USA auf einen Plan geeinigt: Die israelische Armee soll sich nach und nach zurückziehen. Zuerst sollen zwei kleine Gebiete, sogenannte Pilotzonen, an die libanesische Armee übergeben werden. Eine US-Militärdelegation reist nun nach Beirut, um diesen Plan in die Tat umzusetzen.

Wer hilft? Die USA vermitteln zwischen beiden Seiten. Das US-Central Command (Centcom) - also das Militärkommando der USA für diese Region - koordiniert die Umsetzung. Auch die Vereinten Nationen und verschiedene Hilfsorganisationen sind in der Region aktiv und kümmern sich um die betroffenen Menschen, darunter Familien, die durch die Kämpfe ihr Zuhause verloren haben. Mitte Juli soll in Rom eine neue Gesprächsrunde stattfinden, bei der beide Seiten weiter verhandeln.