Israels Ministerpräsident Netanyahu hat gesagt, einige Dörfer im Südlibanon wollten zu Israel gehören. Die Menschen dort widersprechen – und die Lage zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz ist ohnehin angespannt.
Was ist passiert? Premierminister Benjamin Netanyahu hat im US-Fernsehen behauptet, dass Menschen in etwa 15 christlichen Dörfern im Südlibanon darum gebeten hätten, Teil von Israel zu werden. Er begründete das mit dem Schutz vor der Hisbollah-Miliz. Doch die Menschen vor Ort sehen das ganz anders. Der Bürgermeister von Rmeisch und Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden haben laut der libanesischen Nachrichtenagentur NNA klar gemacht: Sie wollen keine Annexion. Sie haben schon vor zwei Tagen in einer gemeinsamen Erklärung gesagt, dass ein solcher Schritt „vollkommen ausgeschlossen“ sei. So bleibt es ein Streit zwischen zwei sehr unterschiedlichen Erzählungen.
