Der Nationalrat hat neue Regeln für die regelmäßige Auto-Überprüfung beschlossen. Künftig muss man erst später zum Pickerl – und ukrainische Autos werden gleichgestellt.
Stell dir vor, du kaufst dir ein Auto. Dann brauchst du in Österreich regelmäßig das sogenannte Pickerl – das ist die Plakette, die zeigt, dass dein Auto technisch in Ordnung ist. Bisher war die erste Prüfung nach drei Jahren fällig, dann nach fünf Jahren, und ab dann jedes Jahr. Ab jetzt gelten längere Abstände: Erst nach vier Jahren zur ersten Prüfung, dann noch zweimal im Abstand von zwei Jahren, und erst ab dem achten Jahr wird jährlich gecheckt. Das neue Schema heißt deshalb 4:2:2:1.
Viele Politikerinnen und Politiker finden das gut, weil es den Alltag erleichtert. Infrastrukturminister Peter Hanke sagt, das sei eine Entlastung für die Bürgerinnen und Bürger. Janos Juvan von den NEOS meint, Hunderttausende Menschen würden profitieren.
Es gibt aber auch Kritik. Elisabeth Götze von den Grünen warnt davor, dass längere Abstände dazu führen können, dass gefährliche Mängel am Auto zu spät entdeckt werden. Schließlich zeigten Untersuchungen, dass nach drei Jahren fast ein Fünftel aller Fahrzeuge schwere Mängel habe. Die Grünen haben deshalb als einzige Partei gegen die Reform gestimmt.
