Der Nationalrat hat neue Regeln für die Auto-Überprüfung („Pickerl") beschlossen – die Intervalle werden länger.

Bisher musstest du mit deinem Auto in Österreich das erste Mal drei Jahre nach der Zulassung zur Überprüfung, dann nach zwei Jahren und danach jedes Jahr. Ab jetzt gelten längere Abstände: 4:2:2:1 Jahre. Das heißt: Erst nach vier Jahren das erste „Pickerl", dann nach zwei und weiteren zwei Jahren, und erst danach musst du jährlich zur Prüfung. Für die meisten Autos bedeutet das viel weniger Werkstattbesuche in den ersten Jahren.

Die Grünen haben als einzige Fraktion dagegen gestimmt. Sie sorgen sich, dass bei größeren Abständen gefährliche Mängel zu spät auffallen könnten. Politikerinnen und Politiker der Regierung sagen dagegen, dass die Bürgerinnen und Bürger entlastet werden, ohne dass die Sicherheit leidet. Für dich bedeutet das vor allem: weniger Termine und weniger Kosten in den ersten Jahren nach dem Autokauf.

Was du jetzt wissen solltest: Auch wenn die Intervalle länger werden, bleibt der Stichtag wichtig. Wenn du den Termin verpasst, kann eine Strafe fällig werden. Schau also in deinen „Pickerl"-Aufkleber oder in den Zulassungsschein, damit du weißt, wann die nächste Untersuchung ansteht. Bei Fragen helfen Werkstätten und die zuständige Prüfstelle weiter.

Außerdem werden Fahrzeuge ukrainischer Vertriebener jetzt ganz normal behandelt wie österreichische Autos. Das bedeutet: Sie brauchen das reguläre „Pickerl", eine Zulassung in Österreich und müssen die üblichen Steuern bezahlen. Für die Umstellung gibt es eine Übergangsfrist von einem Jahr.