Ein CDU-Politiker findet, dass Kinder und Hausbesitzer mehr zu den Pflegekosten ihrer Eltern beitragen sollen – das sorgt für Diskussionen.

Albert Stegemann, ein wichtiger Politiker der CDU, hat diese Woche eine heftige Debatte ausgelöst. Er meint, dass in Deutschland die Regeln zu lasch sind, wenn es darum geht, wer für ein Pflegeheim bezahlt. Bisher müssen Kinder nur dann Geld dazugeben, wenn sie mehr als 100.000 Euro im Jahr verdienen. Stegemann findet diese Grenze „mehr oder weniger willkürlich“ und will sie senken. Auch Leute, die ein Haus besitzen, sollen es seiner Meinung nach zuerst für die Pflege nutzen, bevor der Staat einspringt. Er sagt, viele Eltern würden ihr Haus Jahre vorher verschenken, damit es nicht für die Pflegekosten draufgeht – und das will er ändern.

Die gute Nachricht ist: Das ist erstmal nur ein Vorschlag. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, die aus derselben Partei kommt, arbeitet an einem großen Reformplan für die Pflegeversicherung. Der Plan soll verhindern, dass die Beiträge, die alle Arbeitnehmer zahlen, in den nächsten Jahren stark steigen. Es gibt also Leute in der Politik, die nach Lösungen suchen, damit das System nicht zusammenbricht und fair bleibt. Viele Sozialverbände und andere Parteien achten genau darauf, dass Familien nicht überfordert werden.