Der Verlag Axel Springer gibt dem Tech-Investor Peter Thiel einen wichtigen Medienpreis, und viele Journalistinnen und Journalisten finden das falsch.

Was ist passiert? Axel Springer ist ein großer Medienkonzern in Deutschland. Jedes Jahr gibt der Verlag einen besonderen Preis, den Axel-Springer-Award. Damit werden Menschen geehrt, die in Wirtschaft, Technik oder Gesellschaft viel bewegt haben. In diesem Jahr bekommt Peter Thiel den Preis. Er ist ein bekannter Investor aus dem Silicon Valley und hat zum Beispiel Paypal und Facebook mit aufgebaut. Die feierliche Übergabe soll am 24. September 2026 in Berlin stattfinden. Schon vorher hatte Thiel für Aufsehen gesorgt: Bei den Wiener Festwochen im Sommer 2026 war er zu einer Diskussion eingeladen, wurde aber nach Protesten wieder ausgeladen.

Wer hilft und ordnet ein? Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat die Entscheidung kritisiert. Die DJV-Vorsitzende sagt, dass die Wahl nicht zu den Werten passe, die Axel Springer eigentlich vertritt. Axel Springer selbst sagt, der Verlag stehe für Meinungsfreiheit und eine offene Diskussionskultur. Der Chef des Verlags, Mathias Döpfner, findet, dass Thiel mutig ist und neue Wege geht. So stehen sich zwei Seiten gegenüber: Der Verlag feiert Thiel als wichtigen Unternehmer, Journalistinnen und Journalisten sehen Probleme.