In Peru findet am 07.06.2026 eine Stichwahl statt. Die rechtskonservative Keiko Fujimori und der Linke Roberto Sánchez kämpfen um das höchste Amt im Staat.
Was ist passiert? Peru wählt eine neue Präsidentin oder einen neuen Präsidenten. Bei der Stichwahl treten Keiko Fujimori und Roberto Sánchez gegeneinander an. Fujimori ist 51 Jahre alt und gehört zur rechtskonservativen Partei Fuerza Popular. Sánchez ist 57 Jahre alt und kommt von der linken Partei Juntos por el Perú. Ihr Vorgänger Pedro Castillo war im April vom Parlament aus dem Amt entfernt worden. In Umfragen liegt Fujimori knapp vorn, aber ein Fünftel der fast 27 Millionen Wahlberechtigten war kurz vor der Wahl noch unentschieden. Viele Menschen erinnern sich auch an die Proteste von 2023, als 49 Zivilisten starben, nachdem Castillo gestürzt worden war. Bisher hat niemand die Verantwortung dafür übernommen.
Wer hilft? In Peru organisieren sich Aktivistinnen und Aktivisten wie Milagros Samillán, deren Bruder 2023 bei den Protesten getötet wurde. Sie sagt: "Wir sind gegen den Fujimorismus. Wieder einmal müssen wir gegen Frau Keiko Fujimori stimmen, damit sie nicht die volle Macht an sich reißt, die sie so verzweifelt begehrt." Auch Beobachterinnen und Beobachter der Wahl sowie internationale Medien schauen genau hin, ob die Abstimmung fair verläuft. An der Küste, im Fischerort Puerto Pizarro, klagen Menschen über Schutzgeld und Morde. Diese Stimmen zeigen, wie wichtig Wahlen sind, um Sicherheit und Gerechtigkeit zu schaffen.
