In Peru ist am Sonntag eine Stichwahl um das Präsidentenamt gelaufen – und das Ergebnis ist denkbar knapp.

Was ist passiert? In Peru haben mehr als 27 Millionen Menschen eine Stichwahl zwischen zwei Politikerinnen und Politikern entschieden: die konservative Keiko Fujimori (51) und der linke Roberto Sánchez (57). Fujimori kommt nach Auszählung von über 45 Prozent der Stimmen auf knapp 53 Prozent, Sánchez auf 47 Prozent. Nach der kompletten Auszählung muss das Oberste Wahlgericht das Ergebnis bis Mitte Juli bestätigen, der neue Präsident wird am 28. Juli vereidigt. Fujimori tritt zum vierten Mal an, Sánchez zum ersten Mal.

Wer hilft und was passiert gerade? In Peru stehen gerade keine Helfer im klassischen Sinn bereit, aber internationale Wahlbeobachter und das Oberste Wahlgericht achten darauf, dass die Auszählung fair läuft. Analysten wie Paulo Vilca vom Institut für Peru-Studien sagen, das enge Ergebnis zeige, dass das Land tief gespalten ist und keine politische Seite wirklich dominiert. Beide Seiten haben Reformideen: Fujimori will härter gegen Kriminalität vorgehen, Sánchez will Polizei und Justiz reformieren und die arme Landbevölkerung stärker unterstützen.