Die unabhängige Aufsichtsbehörde des US-Verteidigungsministeriums hat in die umstrittenen Militärangriffe auf mutmaßliche Drogenboote vor den Küsten Lateinamerikas eingegriffen, bei denen mehr als 190 Menschen starben.
Kritik von Experten und UN
Experten und Vertreter der Vereinten Nationen bewerten die Angriffe als außergerichtliche Hinrichtungen von Zivilisten, die gegen internationales Recht verstoßen. Die USA haben bisher keine eindeutigen Beweise vorgelegt, dass die Getöteten tatsächlich Drogenschmuggler waren. Berichten zufolge handelte es sich bei einigen Opfern um Fischer.
Die Trump-Regierung rechtfertigt die Aktionen damit, dass sie sich im Krieg mit sogenannten "Narcoterroristen" befinde, die in Lateinamerika aktiv seien. Diese Begründung wird jedoch von Menschenrechtsorganisationen und internationalen Beobachtern scharf zurückgewiesen.
Untersuchung der Militäroperation
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Vorgehensweise bei der Zielauswahl im Rahmen der Operation "Southern Spear". Der Umfang dieser Untersuchung umfasse "das gemeinsame Verfahren für Zielschiffe im Zuständigkeitsbereich des US-Südkommandos im Rahmen der Operation 'Southern Spear'", heißt es in einer Stellungnahme.