Beim Schweizer Vermögensverwalter Partners Group haben Anlegerinnen und Anleger in den ersten Monaten 2026 Milliarden aus bestimmten Fonds zurückgeholt.

Stell dir vor, du legst dein Taschengeld in ein Sparschwein, und plötzlich wollen viele Leute gleichzeitig ihr Geld wieder herausnehmen. Genau das ist bei der Partners Group passiert: Seit Jahresbeginn haben Investoren rund 3,8 Milliarden Dollar aus gewissen Fonds der Beteiligungsgesellschaft abgezogen. Das Unternehmen hat deshalb die Rücknahmen bei fünf älteren Evergreen-Fonds begrenzt. Evergreen-Fonds sind offene Fonds ohne festes Ende, in die man laufend einzahlen und sich Anteile zurückgeben lassen kann – das macht sie gerade für Privatanleger beliebt.

Die gute Nachricht: Die Partners Group hat im ersten Halbjahr trotzdem 16 Milliarden Dollar an neuem Geld eingesammelt – sogar mehr als die Analysten erwartet hatten. Insgesamt verwaltet sie 186 Milliarden Dollar. CEO Dave Layton sagt aber offen, dass die Rücknahmen das Wachstum noch etwa 18 Monate lang bremsen werden. Bei neueren Evergreen-Fonds mit Themen wie Infrastruktur sieht es laut Analyst Andreas Venditti besser aus: «Das kommt bei Kunden momentan besser an und diese Fonds verzeichnen auch keine erhöhten Rücknahmen».