Papst Leo XIV. hat seine erste Enzyklika veröffentlicht – und darin geht es um ein Thema, das auch dich betrifft: Künstliche Intelligenz.
Am Montag stellte der Papst das mehr als 100 Seiten lange Schreiben mit dem Namen 'Magnifica Humanitas' im Vatikan vor. Es ist eine Art politische Ansage für seine Amtszeit und beschäftigt sich mit den Gefahren und Chancen von KI.
Leo XIV. macht deutlich: KI ist nicht neutral. In jedem System stecken Entscheidungen von Menschen – was es misst, ignoriert oder bewertet. "Wir können KI nicht als moralisch neutral betrachten", heißt es wörtlich. Deshalb dürfen tödliche oder nicht rückgängig machbare Entscheidungen niemals Maschinen überlassen werden.
Der Papst prangert auch die dunklen Seiten der Digitalisierung an. Für unsere Handys und Apps arbeiten weltweit Millionen Menschen unter schlechten Bedingungen. Es geht um schlecht bezahlte Datenarbeit und gefährlichen Rohstoffabbau. "Körper werden verletzt, verstümmelt und verbraucht, damit der Rechenfluss nicht zum Stillstand kommt", zitiert das Dokument. Sogar Menschenhandel wird erwähnt, bei dem Personen zu 'Daten' und 'Paketen' gemacht werden.
Eine überraschende Wendung: Chris Olah, Mitgründer des KI-Unternehmens Anthropic, nahm an der Präsentation teil. Das ist das erste Mal, dass ein Tech-Manager bei so einem Ereignis dabei war. Anthropic weigert sich, seine KI für autonome Waffen oder Überwachung einzusetzen – ganz im Sinne des Papstes, der KI 'entwaffnen' will.
