An den acht österreichischen Schulen im Ausland sind österreichische Kinder eine kleine Minderheit.

Österreich betreibt acht Schulen im Ausland – von Istanbul über Budapest bis Guatemala-Stadt. Insgesamt gehen dort rund 3.450 Schülerinnen und Schüler zur Schule. Nur 77 von ihnen, also etwa zwei Prozent, haben einen österreichischen Pass. Den Rest stellen Kinder aus dem jeweiligen Gastland oder aus anderen Ländern.

Bildungsminister Christoph Wiederkehr hat das auf eine parlamentarische Anfrage der FPÖ geantwortet. Er erklärt, dass die Schulen vor allem aus historischen und wirtschaftspolitischen Gründen gegründet wurden, zum Beispiel nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. Andere Länder, so Wiederkehr, nutzen solche Schulen stärker für ihre eigenen Bürger im Ausland.

Pro Jahr machen rund 300 Jugendliche an diesen Schulen die österreichische Matura, dazu kommt der lokale Schulabschluss. Etwa die Hälfte von ihnen studiert danach in Österreich, mit steigender Tendenz. Der Unterricht folgt dem österreichischen Lehrplan, wird aber mehrsprachig geführt und an lokale Regeln angepasst.