Vier Jahre nach einer großen Umweltkatastrophe im Fluss Oder geht es vielen Fischen wieder besser, die Muscheln aber fehlen noch.
Im Sommer 2022 starben in der Oder, dem Fluss zwischen Deutschland und Polen, massenhaft Fische. Fachleute fanden heraus: Es gab zu viel Salz im Wasser, der Wasserstand war sehr niedrig, es war extrem heiß, und eine bestimmte Alge (die Goldalge) produzierte ein Gift. Zusammen sorgte das für eine Katastrophe. Schätzungen zufolge starben etwa 1.000 Tonnen Fische, Muscheln und Schnecken. Das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) hat den Fall genau untersucht.
Heute, fast vier Jahre später, sagen die Forscher: Das Ökosystem der Oder hat sich insgesamt gut erholt. Die Fischbestände sind zum großen Teil zurückgekehrt. Der Fisch-Experte Christian Wolter vom IGB erklärt, dass Fische Rückzugsorte im Fluss hatten, wo sie die Krise überstehen konnten – und von dort aus neue Gebiete besiedelt haben.
