Die EU will weniger Fisch aus Russland einführen – das könnte sich auf Fischstäbchen und andere Tiefkühlprodukte in deutschen Supermärkten auswirken.

Die Europäische Union bereitet gerade ihr 21. Sanktionspaket gegen Russland vor. Sanktionen sind Strafmaßnahmen, mit denen die EU den Druck auf Russland wegen des Kriegs gegen die Ukraine erhöhen will. Diesmal geht es um Fisch: Konkret soll die Menge an Alaska-Seelachs, die aus Russland in die EU eingeführt werden darf, in zwei Jahren halbiert werden. Alaska-Seelachs ist ein günstiger Weißfisch, der in vielen Fischstäbchen steckt.

Deutschland ist innerhalb der EU der größte Abnehmer dieses Fisches. Im Jahr 2024 wurden 93.500 Tonnen gefrorene Filets im Wert von rund 228 Millionen Euro importiert. Der Anteil Russlands an den Importen ist laut dem Thünen-Institut zwischen 2020 und 2024 von 15 auf 45 Prozent gestiegen – russischer Fisch ist also in den letzten Jahren immer wichtiger geworden.