Frankfurt musste seine größte Notunterkunft für obdachlose Menschen in einer U-Bahn-Station sofort schließen und hat als Ersatz eine Zeltstadt aufgebaut.
Was ist passiert? In Frankfurt wurde die größte Notunterkunft für obdachlose Menschen mit sofortiger Wirkung dichtgemacht. Sie lag in der B-Ebene der U-Bahn-Station Eschenheimer Tor. Dort durften Menschen seit 2018 übernachten. Die Betreiberfirma, die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF), hat den Mietvertrag gekündigt, weil ein Brandschutzgutachten zeigt: Im Fall eines Feuers würde sich der Raum zu schnell mit Rauch füllen. Das wäre lebensgefährlich. Gerade jetzt, mitten in einer Hitzewelle, suchten dort täglich viele Menschen Schutz vor der Hitze.
Wer hilft? Das Frankfurter Sozialdezernat und der Katastrophenschutz haben schnell reagiert. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer haben in einem Park, der Eschenheimer Anlage, fünf Zelte aufgebaut. Jedes Zelt bietet Platz für 20 Personen. Es gibt Feldbetten, Sitzgelegenheiten und einfache Schlafplätze. Markus Röck von der Feuerwehr sagt: "Wir haben aufgrund der humanitären Krisensituation eine absolute Notlösung umgesetzt, um die Versorgung der betroffenen Personen sicherzustellen". Die Stadt sucht weiter nach einem festen Gebäude als langfristigen Ersatz.
