Nach Angriffen auf Ausländer hat Nigeria rund 1.500 Menschen freiwillig aus Südafrika ausgeflogen.

In den letzten Monaten wurden in Südafrika immer wieder Menschen attackiert, die aus anderen Ländern kommen. Selbsternannte Bürgerwehren stürmten Geschäfte und schlafen Migranten. Zwei Nigerianer kamen bei der Gewalt ums Leben, einer davon soll bei einer Polizeibefragung gestorben sein. Deshalb hat die Regierung in Nigeria, der Hauptstadt Abuja, beschlossen, ihre Bürger nach Hause zu holen. Wer zurück wollte, durfte mitfliegen. Insgesamt fünf Flugzeuge starteten Richtung Lagos, der größten Stadt Nigerias.

Viele Helfer sind im Einsatz: Das nigerianische Außenministerium hat die Flüge organisiert. In Lagos kümmern sich Behörden nach der Landung um die Rückkehrer, zum Beispiel um medizinische Versorgung und die Weiterreise in die Heimatregion. Auch andere Länder wie Mosambik und Ghana kümmern sich um ihre Bürger. Südafrikanische und internationale Organisationen rufen unterdessen zu einem Ende der Gewalt auf.

Wenn du in den Nachrichten solche Bilder siehst, kannst du dich informieren und mit anderen darüber sprechen. Achte auf seriöse Quellen, um Fakenews zu vermeiden. Wenn du selbst betroffen bist oder jemanden kennst, der auswandern will, hilft ein Blick auf die Reisehinweise deines Landes. Du kannst Hilfswerke unterstützen, die sich für Migranten einsetzen – auch online, zum Beispiel mit Spenden oder einer Verbreitung ihrer Botschaften.