Niederösterreich hat eine neue Verordnung für den Umgang mit Bibern in die Begutachtung geschickt. Sie soll die bisherigen Regeln im ganzen Land vereinheitlichen.
In Niederösterreich leben mittlerweile mehr als 9.000 Biber. Weil es bisher in verschiedenen Teilen des Landes unterschiedliche Regeln gab – Fachleute sprechen von einem "Flickenteppich" – soll jetzt eine einzige Verordnung für alle gelten. Das macht es für Gemeinden und Grundeigentümer einfacher, weil sie überall die gleichen Vorgaben haben.
Biber sind in Europa streng geschützt. Deshalb darf ein Tier laut Landesrätin Susanne Rosenkranz nur dann getötet werden, wenn es wirklich keine andere Lösung gibt. Zuerst muss man versuchen, Schäden zu verhindern, zum Beispiel mit Zäunen oder anderen Maßnahmen, die den Biber fernhalten.
Wenn aber wirklich Gefahr besteht – etwa weil ein Damm zu brechen droht oder eine Straße unterspült wird – soll man in Zukunft sofort handeln können, ohne vorher lange auf einen Experten zu warten. Erst danach wird geprüft, ob alles mit dem Gesetz in Ordnung war.
Weil es dem Biber in Niederösterreich mittlerweile sehr gut geht, will das Land bei der EU erreichen, dass die Art weniger streng geschützt wird. Das ist ein eigener Punkt, der unabhängig von der neuen Landesverordnung läuft. Die Begutachtung, also die Phase, in der Expertinnen und Experten ihre Meinung dazu abgeben können, hat jetzt begonnen.
