Der Präsident Nicaraguas, Daniel Ortega, hat angekündigt, dass es in seinem Land keine Wahlen mehr geben soll – und das kurz nach seinem großen Auftritt vor Zehntausenden Menschen.
Was ist passiert? Daniel Ortega hat am Sonntag in der Hauptstadt Managua vor sehr vielen Menschen gesprochen. Er sagte, dass Nicaragua keine Wahlen mehr haben wird. Damit ist nicht nur eine Wahl im nächsten Jahr gemeint, sondern wirklich gar keine mehr. Ortega ist schon seit fast 20 Jahren an der Macht. Kritiker sagen, dass seine letzte richtige Wahl im Jahr 2006 war. Seitdem hat er viele Menschen, die ihm widersprochen haben, ins Gefängnis gesteckt. Auch Zeitungen, Hilfsorganisationen und Kirchen dürfen heute kaum noch arbeiten.
Wer hilft? Es gibt Menschen, die sich gegen Ortega stellen. Zum Beispiel Juan Sebastián Chamorro, der vor einigen Jahren bei einer Wahl antreten wollte und dafür ins Gefängnis kam. Auch Danny Ramírez Ayérdiz, ein Anwalt aus Nicaragua, und Dora María Tellez, die früher selbst bei der Revolution mitgekämpft hat, sprechen sich öffentlich gegen Ortega aus. Aus den USA hat Außenminister Marco Rubio gesagt, dass andere Länder Nicaragua isolieren sollen, weil dort keine Demokratie mehr herrscht.
