Der Präsident Nicaraguas, Daniel Ortega, hat erklärt, dass es in seinem Land keine Wahlen mehr geben soll.
Was ist passiert? Nicaraguas Präsident Daniel Ortega hat bei einer großen Rede gesagt, dass es in seinem Land nie wieder Wahlen geben werde. Eine Wahl, die eigentlich in diesem November stattfinden sollte, wurde schon auf das Jahr 2027 verschoben. Ortega meint, dass Parteien, die von den USA unterstützt werden, nie wieder an die Macht kommen dürfen. Er nennt sie «Yankees» und «Somocistas» – also Anhänger des alten Diktators Somoza, den er selbst 1979 gestürzt hat.
Wer hilft? Oppositionelle Politikerinnen wie Cristiana Chamorro wurden vor der letzten Wahl verhaftet und des Landes verwiesen. Sie leben jetzt im Exil und versuchen, auf die Lage aufmerksam zu machen. Auch Expertinnen wie Alina Ripplinger vom Giga-Institut in Hamburg analysieren, was in Nicaragua passiert, und erklären, dass Ortega gegen die Verfassung seines eigenen Landes verstößt.
