In Wien haben Forscher, Firmen und die Regierung ein neues Netzwerk namens SITCA gegründet, das den Holzbau stärker gegen den Klimawandel nutzbar machen will.
Stell dir vor, ein Baum wächst, nimmt dabei CO2 aus der Luft auf und bleibt danach jahrzehntelang in einem Haus verbaut. Genau das ist die Idee hinter SITCA, einem neuen Netzwerk, das am Mittwoch in Wien offiziell gestartet wurde. Forschungsinstitute, Unternehmen und die österreichische Regierung wollen gemeinsam herausfinden, wie sich mehr Holz im Bauwesen nutzen lässt. Denn die Baubranche verursacht laut einer Aussendung des IIASA rund ein Drittel aller Treibhausgasemissionen weltweit.
Wenn Holz in Wänden, Decken oder ganzen Häusern steckt, bleibt das CO2 aus der Wachstumsphase der Bäume dort über lange Zeit gebunden, anstatt als Klimagas in der Atmosphäre zu landen. Das Netzwerk nennt diesen Ansatz seine zentrale Idee: "Wenn mehr in Holz gebundenes CO2 in langlebige Strukturen, wie eben Gebäude, integriert wird, kann es für lange Zeit eben nicht in der Atmosphäre zur Klimaerwärmung beitragen - so die einleuchtende Idee."
