Forschende aus Österreich haben untersucht, warum ein einzelnes Haus die schlimmen Brände in Kalifornien fast unbeschadet überstanden hat - und ziehen Lehren für uns.
Bei den großen Bränden nahe Los Angeles im vergangenen Jahr wurden zehntausende Häuser zerstört und mindestens 29 Menschen kamen ums Leben. Ein einziges Haus in der Nachbarschaft blieb aber fast unversehrt. Das Foto davon ging um die Welt und machte viele neugierig: Warum hat ausgerechnet dieses Haus überlebt?
Forschende aus Österreich und den USA haben das Haus gemeinsam untersucht. Sie schauten sich genau an, was rund um das Haus anders war als bei den Nachbarn. Dabei fanden sie mehrere Dinge: Weniger Pflanzen rund ums Haus, ein Metalldach ohne Lücken, spezielle Fenster und Materialien, die schwer Feuer fangen. So konnte sich keine Glut in Ritzen oder Dachrinnen festsetzen.
Ein Team aus den USA hat am Computer durchgerechnet, was passiert, wenn man Häuser brandsicher macht. Wenn zufällig einzelne Häuser geschützt werden, sinkt die Gefahr im Schnitt um 57 Prozent. Schützt man aber gezielt zuerst die Häuser, die am meisten gefährdet sind, sinkt die Gefahr sogar um 78 Prozent. Mit anderen Worten: Wer klug auswählt, kann viel mehr erreichen.
