Nach einer großen Wahlpleite bekommt die SPD im Land eine neue Doppelspitze aus zwei jungen Politikern.

Bei der Landtagswahl im März hat die SPD in Baden-Württemberg ein richtig schlechtes Ergebnis bekommen: Nur 5,5 Prozent der Menschen haben sie gewählt. Danach trat der alte Chef Andreas Stoch zurück. Die Partei musste also neue Leute suchen, die sie führen.

Jetzt hat die Basis gewählt – also ganz normale SPD-Mitglieder im Land. Mehr als 13.000 von ungefähr 30.000 haben mitgemacht. Gewonnen haben Isabel Cademartori (38) und Robin Mesarosch (35). Sie haben zusammen 56,5 Prozent der Stimmen bekommen. Am Freitag sollen sie auf einem großen Treffen in Ulm offiziell zur neuen Doppelspitze gewählt werden.

Isabel Cademartori kommt aus Mannheim, sitzt seit 2021 im Bundestag und gehört zum pragmatischen Flügel der SPD. Robin Mesarosch kommt aus Sigmaringen, war ebenfalls im Bundestag, wird aber dem linken Flügel zugeordnet. Beide sagen: Wir wollen die SPD moderner machen, mehr sichtbar machen und klarer sagen, wofür die Partei steht. Mesarosch spricht von einem Generationenwechsel – also dass jetzt Jüngere übernehmen.